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Lot 316: Dörentruper Sand- und Thonwerke GmbH

Auction of Historic Bonds & Shares

by Deutsche Wertpapierauktionen

03 November 2016

Wolfenbüttel, Germany

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Description: Dörentrup (Lippe), 5 % Teilschuldv. 200 Goldmark Nov. 1923 (Auflage 1000, R 9).
Neben der Festverzinsung von 5 % erhielten die Anleihegläubiger als Gewinnbeteiligung zusätzlich 1/20 des an die Gesellschafter ausgeschütteten Gewinns. Die Zahlungen waren über den Referenzkurs 4,20 Goldmark = 1 US-$ fest an den Dollar indexiert. Lochentwertet (RB).
EF #195. (1)

Anfang des 19. Jh. stießen Bauern beim Bohren eines Brunnens bei Dörentrup auf weißen Quarzsand, den die fürstliche Oberförsterei zunächst fuhrenweise als Stubenstreusand (für Feiertage) oder Maurersand verkaufte. Als man entdeckte, daß sich der Sand hervorragend zur Glasherstellung eignete, entstanden in der Nähe weitere kleine Sandgruben, die sich 1894 in der Lippische Silbersand- und Thongruben Siekmann & Co. zusammenschlossen. Diese fusionierten 1901 mit der fürstlichen Sandgrube zur Dörentruper Sand- und Thonwerke GmbH und ist der Ursprung der späteren Werksgruppe „Dörentrup Quarz“. Die Firma zeigte sich sehr erfinderisch in der Verarbeitung aller Materialien, die man fand. Dadurch entstand ein ausgedehnter Feldbahnbetrieb, der größte in ganz Ostwestfalen-Lippe. Über dem Silbersand liegende Lehmschichten gingen in eine 1900 gebaute Dampfziegelei, in deren drittes Stockwerk eine markante, 130 m lange, die B 66 überquerende Feldbahnbrücke führte. Sie wurde wenige Jahre nach Stilllegung der Ziegelei 1981 abgebrochen. Mit dem außerdem in der Grube gefundenen Tonsand wußte man zunächst nichts anzufangen, bis man 1905 entdeckte, daß er zu Klebmasse und Steinen zur Ausfugung und Auskleidung von Hochöfen verarbeitet werden konnte. Hierfür wurde die Werksgruppe „Dörentrup Feuerfest“ gebildet. 1925 wurde bei Lütte, 2 km vom Stammwerk entfernt, eine Schiefertongrube eingerichtet und 1928 ein Werk für Klinkersteine- und platten in Betrieb genommen (Werksgruppe „Dörentrup Baukeramik“). Schließlich hatte man 1896 zwischen den Sand- und Tonschichten auch Braunkohle entdeckt, die man in einer werkseigenen 1900/02 errichteten Kraftzentrale verstromte. Ab 1921 wurden auch die umliegenden Ortschaften mit Strom versorgt. 1923 schloß man sich dem Kraftwerk Wesertal an, um 1950 übernahmen diese den öffentlichen Teil der Stromversorgung, die eigene Kraftzentrale wurde erst in den 1970er Jahren stillgelegt. Der Abbau in der ursprünglichen Grube endete 1970 wegen Erschöpfung der Lagerstätte, danach wurde fremder Sand per LKW angefahren. Nach und nach schlossen dann auch die übrigen Betriebe. Die Gesellschaft existiert noch heute in Dörentrup in der Lemgoer Straße als Dienstleister für Baubedarf und Ziegeleien.

Condition Report: EF

Notes: Archivbild. Das oben angebotene Papier kann vom dargestellten Papier abweichen.

Provenance: Deutschland

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